Was sind Bauernweisheiten?

Die sogenannten Bauernweisheiten entstanden durch langjährige Beobachtungen von Bauern über das Wetter. Gerade die Bauer sind auf das Wetter angewiesen und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sie jahrhundertelang ihre Beobachtungen in Form von Reinem – den Bauernweisheiten - festhielten. Sie beobachteten gewissen Regelmäßigkeiten in den Wetterabläufen oder in der Entwicklung von Obst und Getreide und hielten diesen in den Bauernregeln fest.

Ihre Existenz geht bis in die Zeit vor der Christianisierung zurück und trotzdem ist ihre Bedeutung umstritten. Einige von ihnen sind purer Aberglaube, andere hingegen sind fast schon naturwissenschaftliche Beobachtungen.

z.B. die Siebenschläferregel – wohl eine der bekanntesten Bauernregel.

Wenn's am Siebenschläfer gießt, sieben Wochen Regen fließt.

Erklärung: Der 27. Juni ist der sogenannte Siebenschläfertag. Der Siebenschläfer hat nichts mit dem gleichnamigen Tier zu tun, sondern hat seinen Ursprung in einer frühchristlichen Legende, nach der sich zur Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Decius sieben Brüder, christliche Schafhirten, in einer Höhle bei Ephesos versteckt haben sollen, um den Verfolgern zu entgehen. Dort sollen sie in tiefen Schlaf gefallen und erst etwa zweihundert Jahre später durch Entdeckung der Höhle wieder aufgewacht sein.

Die Siebenschläferregel bewahrheitet sich in etwa zwei von drei Jahren. Allerdings kann der Siebenschläfertag, der 27. Juni, nicht allein als Kriterium herangezogen werden, sondern man muss den Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli betrachten.

Insbesondere lässt sich zeigen, dass eine großräumige Wetterumstellung in dieser Zeit eine Erhaltungstendenz über mehrere Wochen hat. Dies gilt im Prinzip für aller Wettertypen, die sich um den Monatswechsel einstellen. Geht beispielsweise eine warme Hochdrucklage zu Ende und vom Atlantik ziehen mehrere Tage lang Regengebiete heran, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die unbeständige Witterung etwa sieben Wochen anhält. In vielen Jahren tritt dann erst im August wieder eine längere hochsommerliche Witterungsperiode auf. Wenn sich nach einem verregneten Juni zum Ende des Monats dagegen warmes Sommerwetter einstellt, besteht berechtigte Hoffnung, dass das schöne Wetter mit nur kurzen Unterbrechungen bis in den August anhält.

Bald lesen Sie hier die nächste Bauernweisheit. Beobachten auch Sie diese Regeln…..

Aberglaube oder Wissenschaft?

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